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Gletsch
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Die im Goms gelegene Siedlung Gletsch gehört zur Gemeinde Obergoms im Schweizer Kanton Wallis. Sie liegt auf einer Höhe von 1759 m unterhalb des Rhonegletschers an der Verzweigung zu den PĂ€ssen Furka und Grimsel und wird nur in den Sommermonaten von Juni bis September bewohnt.cite-ref-1[1] In den ĂŒbrigen Monaten ist die Strasse nach Gletsch und zu den PĂ€ssen ab Oberwald gesperrt.

Contents

‱ Inventare
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Bedeutung und Geschichte

Die 1864 bis 1866 erbaute Furkapassstrasse ist in den Sommermonaten eine Reiseroute aus dem Kanton Wallis Richtung Innerschweiz und Ostschweiz. Die 1894 fertiggestellte Grimselpassstrasse ist im Sommer eine Reiseroute zwischen dem Oberwallis und dem Kanton Bern. Beide Passstrassen verzweigen sich in Gletsch, am östlichen Beginn des Walliser Haupttales. Ein Grund fĂŒr die Entstehung der Hotelsiedlung Gletsch war das BedĂŒrfnis nach einer Zwischenstation wegen der Dauer und Beschwerlichkeit der Kutschenfahrt oder Wanderung ĂŒber die beiden PĂ€sse. Eine Fahrt in der Pferdekutsche von Brig ĂŒber die Furka nach Göschenen dauerte beispielsweise rund zwölf Stunden,cite-ref-2[2] von Meiringen nach Gletsch ĂŒber die Grimsel sieben Stunden.cite-ref-3[3]

Die Fertigstellung des Lötschbergtunnels im Jahr 1913 schuf eine ganzjĂ€hrig nutzbare Alternative zum Grimselpass. Die Compagnie Suisse du Chemin de fer de la Furka eröffnete im Juni 1914 die damalige Stichstrecke von Brig nach Gletsch. Erst 1925 wurde von der Nachfolgegesellschaft FO die Gesamtstrecke bis Disentis in Betrieb genommen, doch war der Abschnitt Oberwald–Realp ĂŒber den Furkapass immer nur im Sommer befahrbar. Seit der Furka-Basistunnel 1982 eingeweiht wurde, verkehren ZĂŒge ganzjĂ€hrig zwischen Oberwald und Realp als Alternative zum Furkapass. Gletsch wurde damit mit der Eisenbahn unerreichbar. Erst seit 2011 ist der Abschnitt Oberwald–Realp ĂŒber den Furka-Scheiteltunnel wieder durchgehend befahrbar und wird im Sommer von ZĂŒgen der Dampfbahn Furka-Bergstrecke bedient. Seit 1922 ist Gletsch auch mit Postautolinien erschlossen.

Im 19. Jahrhundert reichte die Gletscherzunge des Rhonegletschers noch fast bis Gletsch.cite-ref-4[4] Der Ort bestand bzw. besteht im Wesentlichen aus dem Hotel Glacier du RhĂŽnecite-ref-5[5] und seinen NebengebĂ€uden, dem Bahnhof der Dampfbahn Furka-Bergstrecke mit Lokomotivremise und einem kleinen ehemaligen PostgebĂ€ude. Die Garage der Postautos wurde im Sommer 2022 abgebrochen. Zu den NebengebĂ€uden des Hotels zĂ€hlen folgende Bauten: Jenseits der Rhone an der Furkapassstrasse die DĂ©pendance Blaues Haus, in deren Untergeschoss an der nordöstlichen Langseite eine BĂ€ckerei, Metzgerei und KĂ€serei eingerichtet waren.cite-ref-6[6] In der Alten Post befand sich im Erdgeschoss wĂ€hrend der Postkutschenzeit die entsprechende Station mit Postkutschenremisen und zeitweise auch ein Bazar,cite-ref-7[7]cite-ref-8[8] in Fortsetzung der Alten Post talwĂ€rts Richtung Brig war eine GebĂ€udezeile mit den WerkstĂ€tten der Handwerker des Hotels sowie Remisen fĂŒr die Kutschen des Hotelunternehmers und private Kutschen der GĂ€ste. Die Pferdestallungen davor wurden in der Zwischenkriegszeit abgetragen, eine Tankstelle trat an deren Stelle.cite-ref-seiler50-9-0[9] An der sĂŒdwestlichen Schmalseite des HauptgebĂ€udes war das alte Badhauscite-ref-10[10], unterhalb der ansteigenden Grimselpassstrasse das GebĂ€ude der HotelwĂ€scherei.cite-ref-seiler50-9-1[9]

Am nordöstlichen Rande der Siedlung steht die nach der Jahrhundertwendecite-ref-11[11] im neugotischen Stil erbaute anglikanische Kapelle. Hotelier Joseph Seiler erstellte sie nach eigenen PlÀnen im Auftrag der Colonial and Continental Church Society.cite-ref-12[12] In Gletsch gibt es zwei Kleinwasserkraftwerke, die 1899 und 1930 von der Hoteliersfamilie im Untergeschoss der Dépendance Blaues Haus bzw. in einem Teil der Kutschenremisen im Westen der Siedlung installiert wurden.

In den 1830er Jahren eröffnete Joseph Anton Zeiter am Fusse des Rhonegletschers ein Gasthaus mit etwa zwölf Betten. Nachdem Alexander Seiler der Ältere (1820–1891) aus Blitzingen bereits in der ersten HĂ€lfte der 1850er Jahre in Zermatt als Hotelier Fuss gefasst hatte, plĂ€dierte dessen Bruder Franz (1827–1865) in der Gemeindeversammlung vom 29. Dezember 1857 in MĂŒnster fĂŒr die Überlassung von Boden zwecks Ausbau der Zeiterschen Herberge am Fusse des Rhonegletschers. Am 22. Juni 1858 bestĂ€tigte der Walliser Staatsrat die BauplĂ€ne, die bis spĂ€testens 1861 zur AusfĂŒhrung gelangten. Die bescheidene Herberge wurde im Westen um einen grossen dreistöckigen Anbau mit drei Fensterachsen ergĂ€nzt.cite-ref-13[13] Im Juni 1862 erschienen Zeitungsinserate der GebrĂŒder Seiler, die das Hotel Glacier du RhĂŽne den Lesern als «ganz neu erbaut» vorstellten.cite-ref-14[14] Die Eröffnung der Passstrasse ĂŒber die Furka im Jahr 1866 erhöhte die Zahl der Reisenden dermassencite-ref-15[15], dass sich eine zweite Vergrösserung des Haupthauses (von 40 auf 120 Betten) aufdrĂ€ngte, die wohl in den Jahren 1868 und 1869 erfolgte: Auf Bildern des Jahres 1870 erscheint ein gleicher Baukörper symmetrisch im Osten angefĂŒgt und an der Stelle der ursprĂŒnglichen Bauten der 1830er Jahre ein Mittelrisalit. Das Gestaltungselement des Mittelrisalits gelangte hier zum ersten Mal im Walliser Hotelbau zur Anwendung und zwar zwischen zwei symmetrischen dreistöckigen und an der LĂ€ngsseite mit fĂŒnf Fensterachsen versehenen Baukörpern. Der vortretende dreiachsige Mitteltrakt steht an der Stelle der Zeiterschen Herberge. Gut 20 Jahre spĂ€ter, bis etwa 1892, wurde das HauptgebĂ€ude um ein Stockwerk erhöht, mansardiert und im Nordosten, in Richtung Gletscher, um einen gegen die Strasse hin vorspringenden Trakt mit fĂŒnf Fensterachsen erweitert. Darin befand sich fortan der grosse Speisesaal.cite-ref-16[16]

Die Hotelsiedlung erlebte ihre BlĂŒte wĂ€hrend der GrĂŒnderzeit und der Belle Époque. hotel-belv-c3-a9d-c3-a8rehotel-belv-d-reIn der spĂ€teren Belle Époque bot das Hotel samt DĂ©pendance unter der Leitung von Joseph Seiler (1858–1929) bis zu 320 GĂ€stebetten an, in den 1920er Jahren rund 200 und bis in die 1980er Jahre noch 150. Um 1882 entstand etwa 500 Meter höher und eine Stunde Kutschenfahrt Richtung Furkapass entfernt an der Gletscherflanke neben der kĂŒnstlichen Eisgrotte mit Rundblick auf die Walliser und Berner Alpen das Hotel BelvĂ©dĂšre, das in der Belle Époque mehrere Male vergrössert wurde und vor dem Ersten Weltkrieg bis zu 100 Reisendecite-ref-17[17] zu beherbergen vermochte. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg verzeichnete Joseph Seiler in diesem Hotel wĂ€hrend der Hochsaison im Schnitt tĂ€glich ungefĂ€hr 70 AnkĂŒnfte.

SpĂ€testens seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts war Gletsch wegen der AttraktivitĂ€t des Rhonegletschers und der zentralen Verkehrslage in den Alpen als Etappenziel einer Schweizer Alpenrundreise fest etabliert, das in weitverbreiteten auslĂ€ndischen ReisefĂŒhrern nachdrĂŒcklich empfohlen wurde. Der Baedeker schlug beispielsweise in der Ausgabe von 1893 (Leipzig, 25. Auflage) seinen Lesern auf S. XIIIff. insgesamt acht PlĂ€ne fĂŒr acht- bis achtzehntĂ€gige Touren vor. Die HĂ€lfte dieser TourenplĂ€ne umfasste eine einmalige Übernachtung in Gletsch. Auch in diesem reiskulturellen Zusammenhang fungierten die HĂ€user als Passantenhotels. Seit der Inbetriebnahme der Gotthardbahn 1882 sowie vor der Eröffnung des Simplontunnels 1906 und des Lötschbergtunnels 1913 verliessen Italienreisende den Zug in Göschenen, um sommers ĂŒber Furka- und Grimselpass in den Kanton Bern zu gelangen — und umgekehrt. Auch Reisende zwischen dem Kanton GraubĂŒnden und dem Berner Oberland wĂ€hlten diese Route ĂŒber Gletsch. Die Sustenpassstrasse wurde erst 1946 eingeweiht, die Nationalstrasse A8 ĂŒber den BrĂŒnig in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts gebaut.

Im Jahr 1903 wurde im Hotelpark vor dem Haupthaus eine WettersĂ€ule der Firma Lambrecht errichtet.cite-ref-18[18] Da Joseph Seiler um die Bedeutung seiner Hotelsiedlung als Pferdewechselstation wusste, sah er den Bau der Brig-Furka-Disentis-Bahn vor dem Ersten Weltkrieg nicht ohne Bedenken. Er stellte, im Gegenzug fĂŒr die Überlassung von Land fĂŒr die Bahntrasse, die Forderung, die ZĂŒge zur Mittagszeit eine Stunde in Gletsch halten zu lassen, um die Passagiere zur Einnahme einer Mahlzeit zu bewegen. Die abendlichen ZĂŒge endeten in Gletsch, um die Anzahl der Übernachtungen zu erhöhen. So versuchte er der Bahn den Rhythmus einer Reise mit Pferdekutschen aufzuerlegen. Das im Jahr 1870 eingerichtete TelegrafenbĂŒro, das der Reservation der PlĂ€tze in den Postkutschen diente, wurde 1927 geschlossen, fortan war der Ort telefonisch zu erreichen.cite-ref-19[19]

Seit 1929 neu geschaffene und erweiterte Attraktionen

Eduard Seiler lancierte verschiedene Angebote, beispielsweise Nationale Gletschersternfahrten und Auto-Ski-Meetings (französisch: «Grand Rallye des Glaciers»cite-ref-20[20]), die bis in den 1950er Jahren stattfanden.cite-ref-21[21], eine den Hotels angeschlossene Bergschule mit fest verpflichteten BergfĂŒhrern von Juli bis Septembercite-ref-22[22], Skitouren- und Skitrainingswochen im FrĂŒhsommer unter der Leitung von Hugo Lehner Skitouren auf dem Rhonegletscher und dem Muttgletschercite-ref-seiler376-23-0[23], gefĂŒhrte Besichtigungen der von ihm Jahr fĂŒr Jahr ergĂ€nzten AntiquitĂ€tensammlungcite-ref-24[24], nach dem Dinner regelmĂ€ssige Fahrten in eleganten Wagen zum von der Hotelgesellschaft beleuchteten Abbruch des Rhonegletschers, Besichtigungen der Grimselstauwerke.cite-ref-seiler376-23-1[23]

Die Möglichkeit, die Mahlzeiten in den beiden Hotels bzw. Restaurants nach Wahl einzunehmen, wurde ausgeweitet.cite-ref-seiler376-23-2[23] In der Zwischenkriegszeit bot die Hotelleitung einen Mietwagenservice an, der von Gletsch aus Rundfahrten mit oder ohne Privatchauffeur bis nach Luzern ermöglichtecite-ref-25[25], ebenso einen Taxidienst und einen Shuttle-Service auf einer eigens zu diesem Zweck neu angelegten Naturstrasse zur Rhonequelle.cite-ref-26[26] Von Sommer 1932 an war auf Initiative von Hermann und Eduard Seiler hin in Zusammenarbeit mit dem Automobil Club der Schweiz bzw. Touring Club Schweiz in Gletsch stĂ€ndig ein Automechaniker stationiert, der ĂŒber einen Abschleppwagen, einen Personenwagen und einen Beiwagen verfĂŒgte.cite-ref-27[27] Jahrzehntelang kamen die GĂ€ste des Hotels Glacier du RhĂŽne, wie damals die der meisten Seiler Hotels, in den Genuss eines eigenen Orchesters, in den 1930er Jahren wurde zudem im Westteil des HauptgebĂ€udes ein Dancing eingerichtet.cite-ref-seiler376-23-3[23]

1930 wurde eine Pelton-Turbine von Sulzer Escher Wyss und ein Generator von Brown, Boveri & Cie in den Kutschenremisen installiertcite-ref-28[28] und eine Hochdruckwasserleitung von diesen bis zum hoteleigenen Totensee auf der Grimsel gebaut.cite-ref-29[29] Das leistungsstĂ€rkere hauseigene ElektrizitĂ€tswerk ermöglichte nunmehr eine weit umfassendere nĂ€chtliche Beleuchtung von Teilen des Rhonegletschers, des natĂŒrlichen touristischen Alleinstellungsmerkmals, und der Hotelfassaden.

Im Jahre 1956 beispielsweise wurden in der DĂ©pendance Blaues Haus in Gletsch 40 Gastbetten fĂŒr 5 CHF (inflationbereinigt im Jahre 2022: ca. 22 CHF) angeboten und die gĂŒnstigen im Hotel BelvĂ©dĂšre zum selben Preis. FĂŒr jene mit Bad im Haupthaus in Gletsch und im BelvĂ©dĂšre wurden 14–16 CHF (inflationbereinigt im Jahre 2022: ca. 62–71 CHF) in Rechnung gestellt.cite-ref-30[30] Daneben gab es in der DĂ©pendance in Gletsch Massenlager (z. B. fĂŒr Schulklassen und Pfadfindergruppen) zu noch deutlich tieferen Preisen, ebenso einfache Bettlager (bereits vor Saisoneröffnung, etwa fĂŒr Jugendgruppen von Skiclubs) im 3. Stock des Hotels BelvĂ©dĂšrecite-ref-31[31].

Das Gleiche galt fĂŒr die Restauration, welche in Gletsch bis 1984 sieben verschiedene Teilbetriebe umfasste: Im Westen des HauptgebĂ€udes das CafĂ© Valaisan mit kleinem Strassenrestaurant vor dem Eingangsbereich (beides mit Bistro-Ă€hnlichem Angebot);cite-ref-32[32] die rustikal eingerichtete Walliserstube (mit Carnozet-Charakter), fĂŒr HotelgĂ€ste und als Alternative zum förmlichen Grand Restaurant;cite-ref-33[33] das Grand Restaurant im Osttrakt, das Buffet Express im grossen verandaartigen Anbau ganz im Osten des GebĂ€udekomplexes (ein Schnellimbiss im Stil der 1960er Jahre fĂŒr eilige TagesgĂ€ste, mit einem einfachen Angebot);cite-ref-34[34] die Terrasse davor (mit blossem GetrĂ€nkeservice);cite-ref-35[35] der Take Away auf der Terrasse.cite-ref-36[36]

Verkauf der Hotels an den Kanton Wallis im Jahre 1984

Die Implikationen einer auf die Sommersaison beschrĂ€nkten Wertschöpfungsphase von drei bis vier Monaten wurden von Hermann Seiler mit Besorgnis bedacht. Im Trogtal von Gletsch ist eine Wintersaison wegen der LawinengefĂ€hrdung sowohl der Zufahrtswege wie des Tales wie auch wegen der mangelnden Eignung der gerölldurchsetzten HĂ€nge fĂŒr den Skisport und andere Wintersporte nicht möglich. Das Haupthandicap der Hotelbetriebe am Rhonegletscher bestand und besteht demnach in der topografisch bedingten EinschrĂ€nkung auf 20–40 % der Wertschöpfung, welche vergleichsweise in den Seiler Hotels Zermatt dank der von der Familie Seiler am Fusse des Matterhorns als realisierbar erkannten und von Hermann Seiler, seit Mitte der 1920er-Jahre auch EigentĂŒmer der Betriebe in Gletsch, von 1927/28 an realisierten Zermatter Wintersaison möglich ist.

In genauer Voraussicht der in Zukunft stetig zunehmenden Relevanz des strukturbedingt fehlenden gastgewerblichen Wertschöpfungspotenzials nannte der 80-jĂ€hrige Hermann Seiler die Aktiengesellschaft, in die er die beiden Hotels am Rhonegletscher samt Liegenschaften 1956 einbrachte, nicht (in Analogie zur mit dem Bruder Alexander 1908 gebildeten Zermatter Hotelgesellschaft) Hotels Seiler Gletsch AG, sondern, mit Blick auf eine nichtgastgewerbliche Verwendung, Immobilien Gletsch AG.cite-ref-37[37] Zur Frage stand seit Mitte des Jahrhunderts, ob die öffentliche Hand die seit den 1930er-Jahren von Hermann Seiler erweiterte wasserwirtschaftliche Nutzung mit einem grossen Projekt im Talbecken von Gletsch, einem Stausee, fortfĂŒhren wollte.cite-ref-38[38]

So wurde der gastgewerbliche Betrieb nach 130 Jahren von der Familie Seiler an diesem Ort im Jahre 1984 in erster Linie aufgrund der lage- und witterungsbedingten BeschrÀnkung der Betriebszeit auf dreieinhalb Sommermonate aufgegeben.cite-ref-39[39]

Ein weiterer Grund waren die verkehrstechnischen und reisekulturellen VerĂ€nderungen, welche mit dem Ende der Pferdekutschenzeit und der Motorisierung des Passverkehrs um 1920, demnach bereits zu Lebzeiten Joseph Seilers, begonnen hatten und mit dem Ausbau und der Teerung der Strassen insbesondere seit den 1960er-Jahren, der Zunahme der Reisegeschwindigkeit (um einen Faktor 7–8 in sechs Jahrzehnten) und des Reisekomforts sich rapid fortsetzten. Wer um 1900 sieben Stunden auf engen, holprigen, staubigen und mitunter auch gefĂ€hrlichen Bergstrassen in einer ruckelnden und nicht beheizbaren Pferdekutsche unterwegs gewesen war, um am nĂ€chsten Tag seine Fahrt fortzusetzen, hatte nach Art und Umfang ganz andere BedĂŒrfnisse nach Gastung, als wer auf einer modernen Kantonsstrasse nach einer Stunde im komfortablen privaten Personenkraftwagen in Gletsch anlangt: Der verkehrstechnische Fortschritt hat die Hotelsiedlung Gletsch weitgehend ihrer historischen Kernfunktion – der einer «Relaisstation[]» (NZZ vom 4. August 1980, Nr. 178, S. 9), «Transitstation im Alpenverkehr», alpinen «Reisenden-Karawanserei» (Walliser Bote vom 20. Juni 1938, Nr. 67, S. 2f.) und «Drehscheibe»cite-ref-40[40] des langsamen und beschwerlichen Verkehrs auf ungeteerten und engen Bergstrassen und einer RaststĂ€tte am Fusse zweier AlpenpĂ€sse, nicht einer Kur-, Erholungs- und Feriendestination – beraubt.

Der Durchgangsverkehr unmittelbar bei den beiden Hotels – im Falle des Hotels BelvĂ©dĂšre an beiden LĂ€ngsseiten und beiden Schmalseiten des GebĂ€udes – hatte sich bis in den 1980er-Jahren schĂ€tzungsweise um einen Faktor 100–200 multipliziert. LĂ€rm und Abgase an schönen Sommertagen lassen auch kĂŒrzere Erholungs- und Ferienaufenthalte an verkehrsĂ€rmeren Orten zunehmend erstrebenswerter erscheinen. Die verkehrstechnische ZĂ€sur um 1920 wurde bereits in den 1920er-Jahren von StammgĂ€sten als einschneidende Minderung der AttraktivitĂ€t des Ortes wahrgenommen: "Gletsch has lost many of its attractions when the horses had finally been replaced by the motors;" (Alpine Journal, November 1929, No. 230, Vol. XLI, S. 400f.) Im Jahre 1996 sahen die Verantwortlichen fĂŒr die Aufnahme von Gletsch in das Bundesinventar der schĂŒtzenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) das «Hauptproblem des Ortes» im motorisierten Verkehr. Sie wiesen auf die Dichte von «durchschnittlich rund 4000 Autos und MotorrĂ€der pro Tag, mit Spitzen von 10000» hin.

Johann Wolfgang Goethe wĂ€hnte sich in und um Gletsch laut in Realp verfasstem Brief vom 12. November 1779 «in der ödesten Gegend der Welt, und in einer einförmigen GebirgswĂŒste». Im Sommer 1796 notierte Georg Wilhelm Friedrich Hegel in seinem Tagebuch der Reise in die Berner Oberlalpen: «Diese Gegend, die von Furka und Grimsel eingeschlossen ist, heisst das Gletsch und ĂŒbertrifft an Öde und Traurigkeit alles was wir bisher noch sahen.» Der ReisefĂŒhrer Michelin Schweiz 1959/60 (Karlsruhe 1959/60) beispielsweise beschreibt das Trogtal, in dem die Siedlung liegt, entsprechend (s.n. Gletsch und der Rhonegletscher) als «trostloses Becken». FĂŒr mehrtĂ€gige Wander- und andere Erholungsaufenthalte werden seit je von einem Grossteil der FeriengĂ€ste lebensfreundlichere und mildere Vegetationsstufen bevorzugt, wie sie das 500 Meter tiefer gelegene bloss anderthalb Dutzend Kilometer entfernte Mittel- und Untergoms, Heimat der Familie Seiler, und Dutzende anderer touristischer Destinationen im Wallis bieten. Die Angehörigen der Familie Seiler mit Gastgeberfunktionen in den acht Seiler Hotels in und um Zermatt und in den beiden Hotels am Rhonegletscher hatten im Laufe der Jahrzehnte – wie dies damals in der gehobenen Schweizer Traditionshotellerie selbstverstĂ€ndlich geĂŒbte Usanz war – mit Zehntausenden von GĂ€sten wĂ€hrend der Aufenthalte GesprĂ€che gefĂŒhrt und wussten daher denkbar umfassend um deren Wahrnehmung der Topografie und der Natur in den Gebieten um die Hotels.cite-ref-41[41] Es war weithin offensichtlich und bekannt, wie die GĂ€ste der HĂ€user tagsĂŒber ihre Aufenthalte einerseits zu gestalten wĂŒnschten und andererseits tatsĂ€chlich gestalteten. Sommersportarten (etwa Golf) können andernorts fast durchwegs besser ausgeĂŒbt werden.

NatĂŒrliche Hauptattraktion und touristisches Alleinstellungsmerkmal war bis im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts die ebenso vom Talgrund wie von den beiden zur Hotelsiedlung hinunterfĂŒhrenden Passstrasse her fĂŒr alle Touristen ĂŒberaus eindrĂŒcklich sichtbare mĂ€chtige Zunge des Rhonegletscher, deren vollkommener RĂŒckzug aus dem Gesichtsfeld um 1980 ebenso absehbar war wie die weitere Abnahme der landschaftlichen AttraktivitĂ€t des Trogtales von Gletsch insgesamt durch die damals vom Kanton geplante Verbreiterung der Strassen und den Bau der hierfĂŒr notwendigen StĂŒtzmauerncite-ref-42[42] – all dies ideell verbunden mit dem Verblassen des hallerschen, rousseauschen, romantischen und viktorianischen reisekulturgeschichtlichen Topos der Schweizerfahrt oder Swiss tour in den Alpen bei teilweise sehr anspruchsvollen GĂ€sten.

WĂ€hrend der Belle Époque waren die Alpen Sommertourismusziel par excellence, an die MittelmeerkĂŒste begaben sich Erholungsuchende eher im Winter. Tendenziell bereits nach dem Ersten Weltkrieg, jedoch deutlich verstĂ€rkt seit den 1960er-Jahren gewann der mediterrane Sommertourismus zuungunsten des alpinen u. a. infolge gewandelter Lebensstile und -bedĂŒrfnisse an Gewicht. Ausschliessliche Sommertourismusorte in den Alpen, wie Gletsch einer ist, können die schwindende Bedeutung der Sommersaison nicht durch Forcierung des WintergeschĂ€fts ausgleichen.cite-ref-43[43]

In der Botschaft des Walliser Staatsrates im Bulletin der Sitzung des Grossen Rates des Kantons Wallis zur Sitzung von Juni 1984, S. 198f.cite-ref-44[44] sind mit amtlicher Verbindlichkeit sĂ€mtliche GrĂŒnde aufgezĂ€hlt, aufgrund derer die Walliser Regierung dem Parlament den Abschluss des KaufgeschĂ€fts empfahl. Genannt sind folgende GrĂŒnde: ÜberfĂŒhrung des Rhonegletschers in das Eigentum des Kantons; allgemeine Planungsfreiheit; Planungsfreiheit insbesondere beim Ausbau der Strassen; Naturschutz; AusnĂŒtzung der WasserkrĂ€fte. Als «auslösendes Moment fĂŒr die Verhandlungen» werden vom Berichterstatter der parlamentarischen Kommission die «energiepolitischen Absichten und AbklĂ€rungen im oberen Goms» festgehalten.cite-ref-45[45] Diese Aussage des Berichterstatters der parlamentarischen Kommission stimmt mit sĂ€mtlichen umfangreichen GesprĂ€chsnotizen der verhandlungsfĂŒhrenden VerwaltungsrĂ€te der Immobilien Gletsch AG der Jahre 1983 und 1984 ĂŒberein, insbesondere auch mit jenen ĂŒber sĂ€mtliche TelefongesprĂ€che zwischen dem verhandlungsfĂŒhrenden Staatsrat, Dr. Hans Wyer, und Dr. Stephan Seiler, PrĂ€sident der Immobilien Gletsch AG.cite-ref-46[46] Die FortfĂŒhrung der Hotelbetriebe (oder eines der beiden Hotelbetriebe) oder eine angebliche Absicht der Nicht-FortfĂŒhrung seitens der Familie Seiler zu diesem oder einem spĂ€teren Zeitpunkt war weder ein «auslösendes Moment fĂŒr die Verhandlungen» noch einer der vielfĂ€ltigen und sich teils widersprechenden KaufgrĂŒnde der Regierung, der parlamentarischen Kommission oder des Parlaments. Der PrĂ€sident der mit dem GeschĂ€ft befassten parlamentarischen Kommission schloss die Übernahme der Hotels oder deren Betrieb als eine der Absichten des Parlaments bzw. des Kantons beim KaufgeschĂ€ft ausdrĂŒcklich aus: «Il n’est nullement l’intention de l’État du Valais de devenir propriĂ©taire d’hĂŽtels et de les exploiter.»cite-ref-47[47] Die Frage, was mittel- und langfristig mit den Hotels geschehen solle, wurde erst nach dem Abschluss des KaufgeschĂ€fts von einer zu diesem Zweck gebildeten ausserparlamentarischen Kommission weitergehend behandelt.cite-ref-48[48]

Seitens der neuen EigentĂŒmerschaft, des Kantons Wallis, standen bis zur zweiten HĂ€lfte der 1980er-Jahre rechtliche, landschaftliche und wasserwirtschaftliche Betrachtungsweisen und Interessen im Vordergrund. Das gastgewerbliche Angebot in Gletsch sollte in stark vereinfachter Form mit einem PĂ€chter bzw. UnterpĂ€chter in hotelfachlicher Ausbildungcite-ref-49[49] und einigen wenigen Mitarbeitenden vorlĂ€ufig weitergefĂŒhrt werden unter «Abkehr vom Seilerschen Hotel-Stil» und unter Ausrichtung auf einen «Volkstourismus» (Walliser Bote vom 2. Oktober 1984, Nr. 229, S. 10; entsprechend Valais Demain vom 12. Oktober 1984, Nr. 35, S. 3).cite-ref-50[50] In der zweiten HĂ€lfte der 1980er-Jahre wurden die seit den 1950er-Jahren verfolgten Projekte, das Tal durch eine Staumauer abzuriegeln und einen Rhonestausee zu bilden, verworfen.

Daraufhin tĂ€tigte der neue EigentĂŒmer umfangreiche Investitionen in das Hotel Glacier du RhĂŽne in der Absicht, das Haus als «einfaches Berghotel»cite-ref-51[51] zu betrieben: Zwischen 1988 und 1996 gewĂ€hrte der Kanton Wallis der in seinem Eigentum stehenden Immobilien Gletsch AG Kredite im Umfang von 4,6 Mio. Franken. Diese konnten weder verzinst noch amortisiert werden.cite-ref-52[52] Zwölf Jahre nach dem Erwerb des schuldenfreien Eigentums durch den Kanton titelte die NZZ vom 15. Mai 1996 (Nr. 112, S. 19) mit Bezug auf das Unternehmen im Eigentum des Kantons: «Konkurs als letzter Ausweg?» Von der Walliser Regierung erhielt der Verwaltungsrat der Immobilien Gletsch AG Ende der 1980er-Jahre den Auftrag, einen KĂ€ufer fĂŒr das Hotel Glacier du RhĂŽne zu finden, ein Unterfangen, das ohne Erfolg blieb.cite-ref-53[53] Im Sommer 2022 wurde das Hotel zum ersten Mal in seiner Geschichte nicht geöffnet. Im August des gleichen Jahres wurde publik, dass das Departement Immobilien und Bauliches Erbe des Kantons Investitionen im Umfang von bis zu neun Mio. Franken plant, um das Hotel Glacier du RhĂŽne umfassend zu renovieren und fortan 30 GĂ€stezimmer anbieten zu können. Die fĂŒr den Weiterbetrieb notwendige Erneuerung kann nicht aus RĂŒcklagen, die nach 1984 gemacht wurden, finanziert werden. Die Dienststelle fĂŒr MobilitĂ€t beabsichtigt vier Mio. Franken fĂŒr Umgebungsarbeiten aufzuwenden.cite-ref-54[54]

Die kantonseigene Immobilien Gletsch AG verkaufte im Jahre 1988 das Hotel BelvĂ©dĂšre fĂŒr 0,5 Mio. Franken der Familie Louis Carlen, welche die nahe Gletschergrotte betreibt und die einzige Interessentin war.cite-ref-55[55] Das Haus wurde im Sommer 2011 erstmals wieder zum Verkauf ausgeschrieben.cite-ref-56[56] Seit 2015 ist es geschlossen.cite-ref-57[57] Ein Vertreter der EigentĂŒmerfamilie wies im GesprĂ€ch mit dem Walliser Boten vom 1. Juli 2015 (Nr. 149, S. 3) darauf hin, dass die «kurze Sommersaison» Ende Juli als «bereits zur HĂ€lfte vorbei» zu gelten habe.

ElektrizitÀt

elektrizit-c3-a4tswirtschaftliche-entwicklungsschritte-seit-den-1890er-jahrenelektrizit-tswirtschaftliche-entwicklungsschritte-seit-den-1890er-jahren Joseph Seiler liess im Untergeschoss der Dépendance Blaues Haus vor der Jahrhundertwende ein Kleinwasserkraftwerk einrichten. Nur wenige Jahre zuvor, 1893, war das erste Walliser ElektrizitÀtswerk von der Familie Seiler in Zermatt erstellt worden.cite-ref-58[58] Herstellerin der Anlage in Gletsch war die Theodor Bell AG in Kriens. Der Hotelier beleuchtete die GemeinschaftsrÀume und mittels Kohlebogenlampen die Fassadencite-ref-59[59] beider Hotels sowie den Gletscherbruch des Rhonegletscherscite-ref-60[60].

Im Sommer 1930 baute Eduard Seiler ein neues Kleinwasserkraftwerk in den Kutschenremisen von Gletsch, welches den Abfluss des Totensees, des Meienbachs und des Siedelenbachs nutzte. Es bestand aus einer Pelton-Turbine von Sulzer Escher Wyss und einem Generator von Brown, Boveri & Cie. Die neuen Turbinen setzten den Bau einer ca. 300 Meter langen Hochdruckwasserleitung vom zum Eigentum der Hotelgesellschaft gehörigen Totensee auf der Grimsel voraus.cite-ref-61[61] Die neue Anlage machte die Hotelsiedlung Gletsch und die GebĂ€ude auf BelvĂ©dĂšre weitgehend energieautark, was wegen der auch sommers sehr oft unabdingbaren Beheizung der grossen GebĂ€ude ins Gewicht fiel. Auch die KĂŒchen der beiden Hotels wurden nunmehr elektrisch betrieben. Somit konnte fortan auf den Transport von Kohle nach Gletsch verzichtet werden.cite-ref-62[62] Die neuen Generatoren erlaubten zudem eine weit umfassendere nĂ€chtliche Beleuchtung von Teilen des Rhonegletschers und der Hotelfassaden als vorher.

Knapp zwei Jahrzehnte spĂ€ter, Ende der 1940er-Jahre, wurde der hoteleigene Totensee in den Grimselsee abgeleitet und die Stromproduktion den Kraftwerken Oberhasli (KWO) ĂŒbertragen, die Hotelgesellschaft baute zusammen mit den KWO aber die 16'000 Volt-Stromleitungen nach Gletsch und ins Obergoms und unterhielt diese ganzjĂ€hrig. Dörfer des Obergoms wurden fortan von der Hotelgesellschaft mit Industriestrom versorgt, was einen damals wichtigen Entwicklungsimpuls fĂŒr die Region darstellte. Auch das MilitĂ€r nutzte den Strom der Hotelgesellschaft fĂŒr seine Befestigungsanlagen im Furkagebiet.cite-ref-63[63] Die ErtrĂ€ge standen dem Hotelbetrieb zur VerfĂŒgung. Dies dĂŒrfte eines der frĂŒhesten derartigen elektrizitĂ€tswirtschaftlichen Projekte einer Hotelgesellschaft gewesen sein, welches auf eine mise en valeur bestehender Landressourcen mit einer zwölfmonatigen Wertschöpfung zielte. Jahrzehnte spĂ€ter wurde der Begriff ‚UmwegrentabilitĂ€t‘ in weiten Teilen der traditionellen Schweizer Hotellerie, die ĂŒber Landressourcen verfĂŒgte, zum unternehmensstrategischen Schlagwort.cite-ref-64[64]

Inventare

Bundesinventar schĂŒtzenswerter Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS)

Der Ort Gletsch wurde 1996 als «prachtvolle Hotelanlage aus der GrĂŒnderzeit der Berghotellerie» ins Bundesinventar schĂŒtzenswerter Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) aufgenommen (ISOS Band: VS 2.1 Oberwallis A-L). Die Verantwortlichen bewerteten die LagequalitĂ€ten und architektonischen QualitĂ€ten mit drei Punkten (auf einer Skala von drei), die rĂ€umlichen QualitĂ€ten mit zwei.cite-ref-65[65]

KulturgĂŒter

Folgende Objekte sind KulturgĂŒter regionaler Bedeutung (B):

‱ KGS-Nr. 06916: Hotelsiedlung Seiler Glacier du Rhîne
‱ KGS-Nr. 17340: Hotel Belvedere
‱ KGS-Nr. 17338: Wirtshaus zum Gletsch

Diese stehen gemĂ€ss der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten, dem Bundesgesetz vom 20. Juni 2014 ĂŒber den Schutz der KulturgĂŒter bei bewaffneten Konfliktencite-ref-kgsg-66-0[66] sowie der Verordnung vom 29. Oktober 2014 ĂŒber den Schutz der KulturgĂŒter bei bewaffneten Konfliktencite-ref-kgsv-67-0[67] unter Schutz.

Siehe auch

:

Liste der KulturgĂŒter in Obergoms

Persönlichkeiten

Liste der Personen, die in Gletsch gewirkt haben:

‱ Joseph Anton Zeiter
‱ Alexander Seiler I. (1819–1891)
‱ Joseph Seiler (1858–1929)cite-ref-68[68]cite-ref-69[69]
‱ Hermann Seiler (1876–1961)
‱ Eduard Seiler (1908–1976)

Literatur

‱ Walter Ruppen: Gletsch. In: Gesellschaft fĂŒr Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): KunstdenkmĂ€ler der Schweiz (= Das Obergoms. Band 1). Band 64. BirkhĂ€user Verlag, Basel 1976, ISBN 3-7643-0728-5, S. 151–155.
‱ Mark Andreas Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie. Rotten Verlag, Visp 2012, ISBN 978-3-905756-67-8.
‱ Rachel Siggen-Bruttin: Gletsch. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Weblinks

Commons

: Gletsch

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Historische Homepage der Hoteliersdynastie Seiler: Gletsch – Reisekulturgeschichtliche und hotelunternehmerische Aspekte
‱ Kurzer Dokumentarfilm Eisiger Privatbesitz des Schweizer Fernsehens vom 9. September 1971 ĂŒber Gletsch und das Hotel Glacier du RhĂŽne. Gezeigt wird auch ein Teil der GemeinschaftsrĂ€ume des Hotels, insbesondere der Mittagsservice im Grand Restaurant unter der Leitung des MaĂźtre d'hĂŽtel Franco Naredi (00.03.07-00.03.37)
‱ Dampfbahn Furka-Bergstrecke
‱ Dokumentarfilm des SĂŒdwestdeutschen Rundfunks ĂŒber Gletsch als Bahntransitstation aus Anlass der Eröffnung des Streckenabschnitts Oberwald-Gletsch der Furka-Bergstrecke im August 2010 (Zu Gletsch insbesondere: 00.16.34-00.20.26.)
‱ Dokumentarfilm des Senders Schweiz 4 der SRG, welcher die Siedlung Gletsch und den Gletschboden aus Helikopterperspektive zeigt
‱ Myriam ZumbĂŒhl mit Marc Andreas Seiler: Die glanzvollen Zeiten des Glacier du Rhone. Hrsg.: SRF Schweizer Radio und Fernsehen. 28. August 2012 (alemannisch, srf.ch [abgerufen am 1. April 2021] Podcast).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Rachel Siggen-Brutin: Gletsch. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. Januar 2017, abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-22. ↑ Karl Baedeker: Die Schweiz, 25. Auflage, Leipzig 1893, S. 110.
cite-note-33. ↑ Gazette de Lausanne, 26. Januar 1895, S. 2.
cite-note-44. ↑ Rhonegletscher GletscherrĂŒckzug - 1874 auf diercke.de
cite-note-55. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 172f.
cite-note-66. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 230.
cite-note-77. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 356.
cite-note-88. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 173.
cite-note-seiler50-99. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 50f.
cite-note-1010. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 36f.
cite-note-1111. ↑ Zur Datierung Roland FlĂŒckiger-Seiler: Alpine Hotels zwischen Rhonequelle und Furkapass. Schriften des Stockalperarchivs in Brig, Heft 34, Brig 2008, S. 41, Fussnote 95.
cite-note-1212. ↑ Diese Organisation war 1861 aus der Intercontinental Church Society entstanden. Sie initiierte, besass und betreute weltweit kirchliche Einrichtungen der Anglikanischen Kirche. Vgl. zu jenen in der Schweiz John Wraight: The Swiss and the British, Salisbury 1987, S. 284. Die Gazette de Lausanne wies in der Ausgabe vom 14. August 1909, (Nr. 191, S. 3) auf die Mitwirkung des Iren Reverend William Lefroy hin. Nach dem Kauf durch die Familie Seiler und der Umweihung wurde hier am 17. Juli 1932 die erste katholische Messe gefeiert (Le Nouvelliste valaisan vom 27. Juli 1932, Nr. 173, S. 3).
cite-note-1313. ↑ Mark Andreas Seiler: UNTERNEHMERISCHES HANDELN AM FUSSE DES RHONEGLETSCHERS ALS KRISTALLISATIONSFELD FREMDSTEREOTYPER GESCHICHTSKONSTRUKTION (Memento vom 14. Oktober 2022 im Internet Archive), BlĂ€tter aus der Walliser Geschichte, Brig - Bd. 47, 2015, S. 249–272
cite-note-1414. ↑ Der Bund vom 5. Juni 1862 (Nr. 154, S. 4) sowie vom 12. Juni 1862 (Nr. 160, S. 5) und Gazette de Genùve vom 19. Juni 1862 (Nr. 144, S. 4).
cite-note-1515. ↑ Das Journal de Genùve meldete am 25. Oktober 1867 (Nr. 251, S. 1), es seien in Gletsch mitunter 50 oder sogar 60 Reisende an der table d'hîte versammelt. Die Fertigstellung der Strecke von Oberwald bis Gletsch war bereits am 3. September 1865 gefeiert worden (Gazette du Valais vom 14. September 1865, Nr. 74, S. 2).
cite-note-1616. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, 174ff.
cite-note-1717. ↑ GemĂ€ss Inserat in der Schweizerischen Lehrerzeitung vom 18. Juli 1914, Nr. 29, S. 296.
cite-note-1818. ↑ Illustrierte schweizerischen Handwerker-Zeitung, 10. Januar 1903, Nr. 41, S. 864.
cite-note-1919. ↑ E. Huber, Telegraphie vor 65 Jahren, in: Pionier. Zeitschrift fĂŒr die Übermittlungstruppen, Heft 8, Band 45 (1972), S. 157.
cite-note-2020. ↑ ConfĂ©dĂ©rĂ©, 18. Juni 1947, Nr. 72, S. 1.
cite-note-2121. ↑ Ein Bericht aus Anlass des 20-jĂ€hrigen JubilĂ€ums in der NZZ vom 5. Juli 1952 (Morgenausgabe 1478, Bl. 4) Der Oberwalliser skizzierte in der Ausgabe vom 12. Mai 1933 (Nr. 19, S. 5) das Programm des von Eduard Seiler im gleichen Jahr initiierten Sportereignisses folgendermassen: «AnlĂ€sslich der Eröffnung der AlpenpĂ€sse, zum Abschluss der Skisaison und als Auftakt der Alpenfahrten organisiert der Schweiz. Automobilklub dieses Jahr erstmalig ein Schweizerisches Auto-Ski-Meeting. Dasselbe soll am 10.-11. Juni unmittelbar nach Öffnung der PĂ€sse die Sportwelt am Rhonegletscher besammeln, wo um diese Jahreszeit mit dem Wagen noch bis an die Schneezone herangefahren werden kann. Am Samstag, den 10. Juni, soll eine Sternfahrt die Automobilisten ĂŒber Goms, Grimsel, Furka, Gotthard und Oberhaslli nach Gletsch fĂŒhren. Am Sonntag Vormittag wird ein Abfahrtsrennen in der NĂ€he der Furka und ein Slalom auf Belvedere die Skifahrer zum Wettkampf vereinigen. Neben den Einzelwertungen sieht die Veranstaltung vor allem eine originelle Kombination Sternfahrt-Abfahrt-Slalom vor. Die DurchfĂŒhrung dieses Sportanlasses liegt in den HĂ€nden der Sektion Wallis des Schweizerischen Automobilklubs und des Skiklubs Simplon-Brig.» In ihrem dritten Jahr wurde die Veranstaltung in der Zeitung Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 24. Juni 1936 (Nr. 73, S. 2) ebenfalls ausfĂŒhrlich angekĂŒndigt: «Le 3e Meeting suisse d'auto et de ski des 27-29 juin Ă  Gletsch promet d'ĂȘtre une manifestation remarquable. Le rallye automobile prĂ©voit, pour les diffĂ©rentes provenances, les parcours Brigue – Conches - Gletsch (48,9 km) pour les participants de la Suisse romande, Meiringen – Grimsel - Gletsch (36,8 km) pour ceux du canton de Berne et du nord-ouest de la Suisse, et Göschenen – Furka - Gletsch (37,6 km) pour ceux de la Suisse orientale. Les concurrents doivent subir une Ă©preuve de rĂ©gularitĂ© basĂ©e sur les vitesses moyennes rĂ©alisĂ©es sur des parcours dĂ©terminĂ©s au kilomĂštre. Le parcours d'Ă©preuve comprend 3 secteurs de vitesses diffĂ©rentes surveillĂ©s par des contrĂŽles secrets. AprĂšs les Ă©preuves de la journĂ©e, les concurrents jouiront du confort et de l'hospitalitĂ© distinguĂ©e de l'excellent HĂŽtel du Glacier du RhĂŽne. Le dimanche matin verra se disputer, sur les pentes du glacier de Gratschlucht, le slalom de descente, pour lequel on a renoncĂ© Ă  la sĂ©vĂ©ritĂ© technique des courses d'hiver, ce qui permet aux concurrents non entraĂźnĂ©s de prendre part Ă©galement Ă  la compĂ©tition. Pour l'attribution des prix, la combinaison dames-messieurs et auto-ski est prise en considĂ©ration en premier lieu, mais des prix sont Ă©galement prĂ©vus pour les performances individuelles et sportives au volant ou en ski. Pour cette manifestation, le ComitĂ© d'organisation dĂ©livre des cartes de fĂȘte au prix de Fr. 17. —, qui peuvent ĂȘtre demandĂ©es au secrĂ©tariat du ComitĂ© d'organisation Ă  Gletsch (tĂ©lĂ©phone MĂŒnster (Valais) No. 15). Le 27 juin, cette carte pourra Ă©galement ĂȘtre obtenue aux guichets des bureaux de poste de Meiringen et d'Andermatt. La Direction du Chemin de fer Furka-Oberalp et l'Administration fĂ©dĂ©rale des Postes accordent aux visiteurs de ce 3e Meeting suisse d'auto et de ski d'importantes rĂ©ductions pour les parcours effectuĂ©s sur leurs rĂ©seaux respectifs.» Nach dem Krieg erlebte die Veranstaltung ihre BlĂŒtezeit. Dem ConfĂ©dĂ©rĂ© war am 18. Juni 1947 (Nr. 72, S. 1) zu entnehmen: «Le Meeting Auto-Ski de Gletsch. Les 28 et 29 juin prochains, aura lieu Ă  Gletsch le VIĂšme Meeting Auto-Ski du RhĂŽne. Cette importante manifestation est organisĂ©e par la Section Valais de l'A. C. S. Rappelons quelle fut dĂ©jĂ  organisĂ©e plusieurs fois, entre autres en 1936, lorsque la section Valais fĂȘta son 15Ăšme anniversaire et qu'elle est due Ă  l'initiative de M. le Dr. E. Seiler. Ce «Grand Rallye des Glaciers», dont la presse spĂ©cialisĂ©e a dĂ©jĂ  parlĂ© en soulignant son exceptionnelle importance, est placĂ©e sous le haut patronage de M. le conseiller d'Etat Coquoz, chef du DĂ©partement militaire et de police du canton du Valais, du colonel divisionnaire Jordi, chef d'armes des troupes lĂ©gĂšres, du Dr. MendĂ©, prĂ©sident central de l'A. C. S. et du colonel Henri Guisan, prĂ©sident central de l'Association Suisse des Clubs de Ski. En bref, il s'agit d'un Rallye dont les concurrents partent d'un point de dĂ©part de leur choix en Suisse, avec arrivĂ©e Ă  Gletsch. Pour le classement, la question de la dĂ©nivellation entre largement en ligne de compte. Le gagnant sera le conducteur qui, entre son point de dĂ©part et Gletsch, aura atteint la plus grande diffĂ©rence d'altitude totale par rapport Ă  la distance qu'il a parcourue. Cependant, pour ĂȘtre classĂ©, un conducteur devra parcourir entre son point de dĂ©part et Gletsch une distance d'au moins 200 km. Une compĂ©tition combinĂ©e, auto-ski, non obligatoire, est prĂ©vue. Elle consiste en une descente en Slalom sur un petit parcours, particuliĂšrement facile. Un challenge est en compĂ©tition. Nous aurons sans doute l'occasion de reparler de ce meeting, qui revĂȘt un caractĂšre national et dont le rĂšglement peut ĂȘtre obtenu au secrĂ©tariat de la Section Valais de l'A. C. S. Ă  l'Avenue de la Gare Ă  Sion. C.» Weitere Literatur der 1930er und 1940er Jahre dazu: Nouvelliste Valaisan vom 20. Juni 1933, Nr. 143, S. 3; Walliser Nachrichten vom 16. April 1934, Nr. 44, S. 2; Der Oberwalliser vom 15. Juni 1934, Nr. 24, S. 3f.; Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 15. Juni 1934, Nr. 69, S. 3; Auto, Organe officiel de l'Automobile-Club de Suisse, 1934, Nr. 12, S. 12 ff.; SVZ-Revue, Heft 6, 1934, S. 36ff. (ausfĂŒhrliche Vorstellung der Veranstaltung durch einen Text von Eduard Seiler); Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 5. Juni 1936, Nr. 66, S. 3; Auto, Organe officiel de l'Automobile-Club de Suisse, 1936, Nr. 12, S. 13; Automobil-Revue vom 30. Juni 1936, Nr. 53, S. 6; Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 30. Juni 1936, Nr. 74, S. 3; Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 4. Juli 1938, Nr. 76, S. 3. Auto, Organe officiel de l'Automobile-Club de Suisse, 1947, Nr. 14, S. 34; Walliser Nachrichten vom 4. Juli 1947, Nr. 53, Blatt 2; Journal de GenĂšve vom 18./19. Juni 1949, Nr. 141, S. 6; Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 377.
cite-note-2222. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 377; Schweiz, Suisse, Svizzera. Offizielle Reisezeitschrift der Schweiz. Verkehrszentrale, 1935, Heft 6, S. 38; Schweiz, Suisse, Svizzera. Offizielle Reisezeitschrift der Schweiz. Verkehrszentrale, 1935, Heft 7, S. 10f. (ausfĂŒhrliche Darlegungen zum Programm im Vergleich mit anderen Bergschulen); Schweiz, Suisse, Svizzera. Offizielle Reisezeitschrift der Schweiz. Verkehrszentrale, 1936, Heft 7, S. 22f. (einfĂŒhrender Text in anspruchsvoller Briefform von Eduard Seiler); Schweiz, Suisse, Svizzera. Offizielle Reisezeitschrift der Schweiz. Verkehrszentrale, 1938, Heft 7, S. 23f.; Walliser Volksfreund vom 14. Juli 1939, Nr. 78, S. 3f.; Journal de Sierre vom 26. Mai 1967, Nr. 42, S. 12.
cite-note-seiler376-2323. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 376.
cite-note-2424. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 376 (Hinweis auf die FĂŒhrungen) und 76ff. (Fotografien der mit den Objekten der Sammlung komponierten Interieurs); Walter Ruppen: Das Obergoms: die ehemalige Grosspfarrei MĂŒnster. Die KunstdenkmĂ€ler der Schweiz, Bd. 64. Basel 1976, S. 151 ff.
cite-note-2525. ↑ Walliser Bote vom 20. Juli 1982, Nr. 165, S. 10.
cite-note-2626. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 376. Neben dem Hoteltaxi gab es einen Shuttle-Service, der sich besonders auch an Walliser Tagestouristen richtete. Dieser wurde in der Zeitung Le peuple valaisan (Ausgabe vom 14. August 1935, S. 4) wie folgt angekĂŒndigt: «La nouvelle route allant de Gletsch Ă  la source du RhĂŽne sera sous peu ouverte Ă  la circulation automobile. Un autobus servant au transport des personnes, circulera de 11 h. Ă  22 h.; le prix de la taxe est de 1 fr. pour l'aller et 1 fr. 50 pour l'aller et le retour. Cette nouvelle et pittoresque voie d'accĂšs au glacier du RhĂŽne aura 1 km. 800 de longueur.»
cite-note-2727. ↑ Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 22. Juni 1932, Nr. 72, S. 2; Schweizer Hotel-Revue vom 18. Juli 1935, Nr. 29, S. 5.
cite-note-2828. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 152f.
cite-note-2929. ↑ AusfĂŒhrlich dazu Walliser Bote vom 5. Juni 1984, Nr. 130, S. 6.
cite-note-3030. ↑ Schweizer HotelfĂŒhrer 1956/57, Hrsg. Schweizer Hotelier-Verein, Basel 1956, s.n. Gletsch, Glacier du RhĂŽne und Dep. Blauhaus sowie s.n. Furka, BelvĂ©dĂšre a. Furkastrasse.
cite-note-3131. ↑ GemĂ€ss Dokument im Archiv der Familie Dr. Eduard Seiler, ZĂŒrich.
cite-note-3232. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 156ff. und S. 357.
cite-note-3333. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 160ff.
cite-note-3434. ↑ Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 172 ganz rechts im Bild.
cite-note-3535. ↑ Vgl. die Foto der anglikanischen Kapelle hier rechts, auf der links ein kleiner Teil der Terrasse mit roten Sonnenschirmen zu sehen ist.
cite-note-3636. ↑ In den Zeitungsinseraten der 1980er Jahre wurde dieser als «Imbiss-Kiosk» bezeichnet, so z. B. Schweiz Suisse Svizzera. Offizielle Reisezeitschrift der Schweiz. Verkehrszentrale, Band 54 (1981), Heft 7, S. 66.
cite-note-3737. ↑ Vgl. Weltwoche vom 6. Dezember 1984, Nr. 49, S. 55: «Schon in den fĂŒnfziger Jahren hatte Hermann Seiler, der Vater der zehn Geschwister, erkannt: Die Zukunft [von Gletsch] liegt nicht im Tourismus  » Werner KĂ€mpfen, 1960–1979 Direktor der Schweizerischen Verkehrszentrale, 1971–1979 Leiter des Touristikkomitees der OECD und 1978–1984 VerwaltungsratsprĂ€sident der Schweizerischen PTT sowie einer der besten Kenner der Walliser Regierungsgeschichte der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts und der Unternehmensgeschichte der Seiler Hotels, urteilte 1976 ĂŒber das vorausschauende Planen Seilers: «Hermann Seilers umsichtiges Wirken und Planen [als Staatsrat und Finanzchef des Kantons] ist bis auf den heutigen Tag legendĂ€r geblieben.» (Walliser Bote vom 3. August 1976, Nr. 178, S. 3)
cite-note-3838. ↑ Zu Sondierungen, die bereits in den 1940er-Jahren erfolgten, z. B. Walliser Volksfreund vom 18. August 1942, Nr. 66, S. 2; Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 17. Mai 1943, Nr. 58, S. 2.
cite-note-3939. ↑ Vgl. Weltwoche vom 6. Dezember 1984, Nr. 49, S. 55: «Geben Sie uns eine Wintersaison, sagen die Geschwister Seiler, dann machen wir weiter.»
cite-note-4040. ↑ Le Nouvelliste vom 3. August 1966, Nr. 176, S. 11:«Plaque tournante alpestre» Ähnlich prĂ€gnant auf die ĂŒberregionale Verkehrsfunktion fokussierend Le Nouvelliste vom 8. August 1981, Nr. 182, S. 20: «Gletsch, carrefour du grand tourisme alpin».
cite-note-4141. ↑ So ging etwa die Auswahl des Bauplatzes fĂŒr das Hotel Riffelalp oberhalb von Zermatt auf eine Vielzahl von GesprĂ€chen Alexander Seilers mit dem Alpinisten und Stammgast Thomas Woodbine Hinchliff zurĂŒck.
cite-note-4242. ↑ Vgl. den Hinweis im Bulletin der Sitzung des Grossen Rates des Kantons Wallis zur Sitzung von Juni 1984, S. 199 (online: https://parlement.vs.ch/app/de/search/parl_session/124495). Seit Sommer 2002 ist die Furkastrasse ohne EinschrĂ€nkung fĂŒr 2,5 Meter breite Reisebusse befahrbar: vgl. Walliser Bote vom 27. MĂ€rz 2002, Nr. 71, S. 19.
cite-note-4343. ↑ Zu den verschiedenen GrĂŒnden nach ausfĂŒhrlichen GesprĂ€chen mit den VerwaltungsrĂ€ten der Immobilien Gletsch AG und der GeschĂ€ftsleiterin, Rosemarie Seiler, in den letzten Wochen vor der GeschĂ€ftsaufgabe: Weltwoche vom 6. Dezember 1984, Nr. 49, S. 53ff. Detailliert Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, S. 185ff.
cite-note-4444. ↑ Online: https://parlement.vs.ch/app/de/search/parl_session/124495.
cite-note-4545. ↑ Bulletin der Sitzung des Grossen Rates des Kantons Wallis zur Sitzung von Juni 1984, S. 211 (online: https://parlement.vs.ch/app/de/search/parl_session/124495).
cite-note-4646. ↑ GemĂ€ss Ausweis aller einschlĂ€giger Dokumente im Archiv der Familie Dr. Eduard Seiler, ZĂŒrich.
cite-note-4747. ↑ Bulletin der Sitzung des Grossen Rates des Kantons Wallis zur Sitzung von Juni 1984, S. 217f. (online: https://parlement.vs.ch/app/de/search/parl_session/124495)
cite-note-4848. ↑ Bulletin der Sitzung des Grossen Rates des Kantons Wallis zur Sitzung von Juni 1984, S. 211f. (online: https://parlement.vs.ch/app/de/search/parl_session/124495)
cite-note-4949. ↑ Le Nouvelliste vom 14. Oktober 1985, Nr. 238, S. 1: «Je dois d’ailleurs terminer mon cours dvhĂŽtelier.» Der Zeitungsbericht schliesst mit einer AnkĂŒndigung: «Les diffĂ©rents partenaires se rĂ©uniront prochainement pour corriger les erreurs commises et de redonner aux Ă©tablissements en question leur lustre d’antan.»
cite-note-5050. ↑ Die BetriebsfĂŒhrung unter der PĂ€chterschaft des Kantons wurde zumal auch in der Presse der politischen Linken des Kantons Wallis kritisiert und jener der frĂŒheren privaten EigentĂŒmer gegenĂŒbergestellt. So Rote Annelise vom 10. September 1985, Nr. 83, S. 11: «  sollen die ehemals blĂŒhenden Seilerbetriebe so abgewirtschaftet werden, damit beim geplanten Weiterverkauf der Preis nicht allzu hoch ist?»; Rote Annelise vom 23. Oktober 1985, Nr. 84, S. 11: «Nach den MissstĂ€nden wĂ€hrend dieser Saison muss das Finanzdepartement ĂŒber seine BĂŒcher gehen. Eine solche Verlotterung dĂŒrfen und können wir uns nicht leisten.»
cite-note-5151. ↑ So Hotel-Revue vom 7. Dezember 1989, Band 98, Heft 49, S. 7.
cite-note-5252. ↑ Dazu ausfĂŒhrlich Walliser Bote vom 8. Mai 1996, Nr. 107, S. 6.
cite-note-5353. ↑ Mark Andreas Seiler: «Allein dazu angestellt, Papierfetzen vom Boden rund ums Hotel aufzulesen»: Unternehmerisches Handeln am Fusse des Rhonegletschers als Kristallisationsfeld fremdstereotyper Geschichtskonstruktion, in: BlĂ€tter aus der Walliser Geschichte, 2015, Nr. 47, S. 271, Fussnote 81.
cite-note-5454. ↑ Walliser Bote vom 6. August 2022, S. 3.
cite-note-5555. ↑ Walliser Bote vom 23. Juni 1988, Nr. 143, S. 7. Der amtlich geschĂ€tzte Investitionsbedarf betrug zu diesem Zeitpunkt laut Walliser Bote vom 15. Juli 1988, Nr. 162, S. 11 drei bis vier Mio. Franken.
cite-note-5656. ↑ Walliser Bote vom 5. August 2011, Nr. 179, S. 3: Neuer PĂ€chter oder KĂ€ufer fĂŒr das Hotel BelvĂ©dĂšre gesucht
cite-note-5757. ↑ Walliser Bote vom 1. Juli 2015, Nr. 149, S. 3.
cite-note-5858. ↑ Neue ZĂŒrcher Zeitung vom 6. September 1955, Nr. 2323, Blatt 5.
cite-note-5959. ↑ Vgl. Edwin Ray Lankester: Science from an Easy Chair: A Second Series, London 1912, S. 25: «In another minute the great arc lamps of the Gletsch Hotel, close to us, blazed forth, and we were welcomed into its snug hall and warmed by the great log-fire burning on its hospitable hearth.»
cite-note-6060. ↑ Ein Hinweis auf von Joseph Seiler geplante Lichtprojektionen auf dem Gletscher aus Anlass der 1. August-Feier in der Gazette de Lausanne vom 31. Juli 1907, Nr. 179, S. 3.
cite-note-6161. ↑ Zeitschrift fĂŒr Wasserrecht, Wasserbau, Wasserkraftnutzung, Energiewirtschaft und Binnenschiffahrt, Bd. 24, Heft 10, 1932, S. 96.
cite-note-6262. ↑ Le ConfĂ©dĂ©rĂ© vom 15. September 1930, Nr. 108, S. 2.
cite-note-6363. ↑ GemĂ€ss Korrespondenz im Archiv der Familie Dr. Eduard Seiler, ZĂŒrich.
cite-note-6464. ↑ Hierzu ausfĂŒhrlich Walliser Bote vom 5. Juni 1984, Nr. 130, S. 6. Zur elektrizitĂ€tswirtschaftlichen Pionierrolle der Familie Seiler auch andernorts im Wallis siehe Alois Grichting: 111 Jahre ElektrizitĂ€tswerk Zermatt, Visp 2005; Walliser Bote vom 26. August 2006, Nr. 197, S. 9; Walliser Bote vom 29. September 2007, Nr. 225, S. 16.
cite-note-6565. ↑ Vgl. die Online-Version des Eintrags unter der Adresse www.gisos.bak.admin.ch/sites/4953. Hier kann die Ortsbildaufnahme als PDF aufgerufen werden.
cite-note-kgsg-6666. ↑ Bundeskanzlei: Bundesgesetz ĂŒber den Schutz der KulturgĂŒter bei bewaffneten Konflikten, bei Katastrophen und in Notlagen (KGSG). SR 520.3. In: Systematische Rechtssammlung SR. Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 20. Juni 2014, abgerufen am 16. Dezember 2017 (Stand am 1. Januar 2016).
cite-note-kgsv-6767. ↑ Bundeskanzlei: Verordnung ĂŒber den Schutz der KulturgĂŒter bei bewaffneten Konflikten, bei Katastrophen und in Notlagen (KGSV). SR 520.31. In: Systematische Rechtssammlung SR. Schweizerischer Bundesrat, 29. Oktober 2014, abgerufen am 16. Dezember 2017 (Stand am 1. Januar 2016).
cite-note-6868. ↑ Nachruf Joseph Seiler, in: The Alpine Journal, 1929 Nr. 239.
cite-note-6969. ↑ Nachruf Joseph Seiler, in: Briger Anzeiger vom 29. Mai 1929.